Achtung mögliche Abbrucharbeiten: Der US-Konzern prüft Optionen für die Fluorpolymer-Aktivitäten (Foto: Chemours)
Die Diskussionen über ein mögliches Verbot von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) führen offenbar zu ersten Konsequenzen: Der US-Konzern Chemours (Wilmington, Delaware / USA) prüft Optionen für die europäischen Aktivitäten des Geschäftsbereichs „Advanced Performance Materials“ (APM), der unter anderem Fluorpolymere, Fluorelastomere, Membranen und Dispersionen herstellt.
Einige Vermögenswerte wurden bereits abgeschrieben und eine geplante Kapazitätsausweitung für Ionenaustauscher-Membranen (Marke „Nafion“) im französischen Werk Villers St. Paul auf Eis gelegt. Von eventuellen Maßnahmen betroffen wären wohl auch die Produktionen an den belgischen Standorten Dordrecht und Mechelen. Darüber hinaus will das APM-Segment aus dem Geschäft mit Fluortensiden der Marke „Capstone“ aussteigen. Die Produktion soll – abhängig von den Genehmigungen örtlicher Behörden – bereits bis zum Ende des zweiten Quartals 2025 eingestellt werden, wie Chemours mitteilt. Dadurch entstünden Restrukturierungskosten von rund 60 Mio USD (57 Mio EUR), die voraussichtlich in die Ergebnisse von 2025 und 2026 einfließen werden.