Corplex: Französischer K-Verarbeiter stellt Recyclingaktivitäten ein

27.02.2025

Die eigene Herstellung von Rezyklaten für Faltverpackungen aus Polypropylen scheint sich nicht mehr zu lohnen (Foto: Corplex)Die eigene Herstellung von Rezyklaten für Faltverpackungen aus Polypropylen scheint sich nicht mehr zu lohnen (Foto: Corplex)

Nur vier Jahre nach dem Aufbau einer eigenen Recyclingtochter verabschiedet sich der Platten- und Verpackungshersteller Corplex (Kaysersberg / Frankreich) wieder von diesen Recyclingaktivitäten. Das erklärte Pascal Vieau als Geschäftsführer von Corplex Recycling. Die Produktion wird Ende März 2025 beendet, bestehende Aufträge bis dahin noch abgearbeitet. Auf eine Nachfrage nach der Zukunft der Liegenschaften und Anlagen sowie der 30 Mitarbeiter antwortete Vieau zunächst nicht.

In den vergangenen Monaten rutschte bereits ein gutes Dutzend Recyclingunternehmen in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Österreich in die Insolvenz oder wurde geschlossen. Der Grund ist fast immer derselbe: Preiswerte Primärware macht das Geschäft kaputt.

Corplex hatte den insolventen PET-Recycler Geboplast mit zwei Werken im Elsass im Jahr 2021 erworben und in Corplex Recycling umbenannt. In Muhlbach-sur-Bruche und Lutzelhouse werden Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol und Polycarbonat und zu geringeren Teilen auch Polyamid- und ABS-Abfälle aufbereitet und compoundiert.

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